Bologna-Proteste: Österreichische LehrerInnen Initiative - Unabhängige GewerkschafterInnen (ÖLI-UG) unterstützen die Protestaktionen der Studierenden und Lehrenden zum Bologna-Gipfel in Wien und Budapest. Mehr Geld für Bildung statt verschulte Bachelor-Kurzstudien.

ÖLI-UG fordert universitäre LehrerInnenbildung und Master-Abschluss für die LehrerInnen aller Schultypen, von der Volksschule bis zur AHS/BMHS und der Erwachsenenbildung.

Die österreichische LehrerInnenausbildung soll im Zuge des Bologna-Prozesses reformiert werden. ExpertInnen arbeiten derzeit im Auftrag von BMUKK (PH) und BMWF (Universitäten) an Empfehlungen für eine gemeinsame Ausbildung der LehrerInnen aller Schulstufen. Ab 2011 soll das bestehende Nebeneinander von 6-semestriger Ausbildung an Pädagogischer Hochschule (PflichtschullehrerInnen an Volks-, Haupt-, Poly- + Sonderschulen) und den 9-semestrigen Master-Diplomstudien an Universitäten (AHS-, BMHS-LehrerInnen) überwunden und die Qualifikation aller LehrerInnen verbessert werden. Für die ÖLI-UG bedeutet das: Master und volle Akademiker-Einstufung für alle LehrerInnen.

Was diesem Vorhaben derzeit noch fehlt, ist der politische Wille der Regierung. Von den Regierungsparteien fordern wir daher klare bildungs- und budgetpolitische Aussagen:
 > Bereitstellung der erforderlichen Budgetmittel für die universitäre LehrerInnenbildung auf Master-Niveau und das gesamte Bildungswesen,
 > schrittweise Integration der PH in die Universitäten,
 > Überwindung des verwaltungs- und dienstrechtlichen Nebeneinander von Bundes- und LandeslehrerInnen durch ein gemeinsames LehrerInnendienstrecht
 > eine demokratische Schulreform, die allen Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft das Recht auf Bildung sichert. Bildung ist kein Privileg. Bildung ist keine Ware.

An den Pädagogischen Hochschulen laufen bereits Bologna-konforme verschulte BA-Kurzstudien, die Wahlmöglichkeiten der Studierenden und die Studienmöglichkeiten für Berufstätige sind nicht erweitert, sondern abgebaut worden. Diese Fehlentwicklung darf nicht auf die Unis ausgeweitet, sondern muss gemeinsam von den Betroffenen, von Studierenden, Lehrenden und von den Gewerkschaften aller ArbeitnehmerInnen gemeinsam abgewehrt werden. Denn Bildungspolitik ist auch Sozialpolitik. Investitionen in die Bildung aller Kinder und Jugendlichen, in Forschung und Lehre und in Studierende jeden Alters sind Investitionen in die Zukunft.


Österreichische LehrerInnen Initiative - ÖLI-UG
LehrerInnen APS - AHS - BMHS - BS - PH

Rückfragen: reinhart.sellner@gmx.at
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