16.11.2010

Plattform Zukunftsbildung: Kein Sparen bei Kindern, Jugend und Familien!
Demo-Treffpunkt Samstag 27.11., 13 Uhr, vor der Wiener Urania

Die Plattform Zukunftsbudget hat sich heute, am 15.11.2010, mit einer gut besuchten Pressekonferenz vorgestellt:  Für  27.11.2010 wird zu einer Großdemonstration aufgerufen - gegen das zukunftsfeindliche Budget 2011, das Einsparungen bei Familien, Jugend, Kindern, im Sozialbereich und im Bildungswesen vorsieht. An der Plattform beteiligen sich ÖH,  Gewerkschaften, Familien- und Elternverbände, Jugendorganisationen Behindertenverbände und viele mehr.

Magdalena Schwarz von der Bundesjugendvertretung: “Österreich spielt mit seiner Zukunft! Vor uns liegt ein Kinder- und Jugendbelastungspaket, das uns jungen Menschen Chancen raubt und unter enormen Druck setzt. Mit dieser Plattform machen wir auf die Schieflagen im Budget aufmerksam und fordern gemeinsam mit den Betroffenen ein Zukunftsbudget, das Investitionen in den Bildungs-und Sozialbereich berücksichtigt.”
Clemens Steindl vom katholischen Familienverband: “Familien und ihre Kinder halten die Wirtschaft in Schwung und sichern die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft. Sie verdienen daher materielle Anerkennung durch Familiengelder und erkennbare Wertschätzung durch Politik und Gesellschaft.”

Theodor Saverschel vom Bundeselternverband.“Die Bildung unserer Kinder ist die zentrale Zukunftsherausforderung Österreichs. Wir wollen, dass sich die Regierung dieser Herausforderung annimmt und nicht Familien abstraft, denn sie leisten einen wichtigen Beitrag zu unserer Gesellschaft.”

Jürgen Michlmayr von der Österreichischen Gewerkschaftsjugend: “Dass die Regierung arbeitsuchenden jungen Menschen zw. 18 und 21 Jahren und Studierenden die Familienbeihilfe ab 24 wegnehmen will, ist schlichtweg eine Frechheit. Die jungen Menschen sind unsere Zukunft und müssen gefördert werden”, sagt

Klaus Widl von der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation: “Behinderte und pflegebedürftige Menschen haben keine Lobby, die sich gegen diese unsozialen Maßnahmen auflehnt. Die Einsparungen im Pflegebereich haben fatale Auswirkungen für pflegebedürftige Menschen und für Menschen mit Behinderungen und verstoßen zudem klar gegen die UN-Behindertenrechtskonvention.”

Sigrid Maurer von der Österreichischen HochschülerInnenschaft:“Studierende sind besonders stark betroffen durch die Einsparungsmaßnahmen. Vielen Studierenden wird die Existenzgrundlage entzogen, einige müssen ihr Studium sogar abbrechen. Die Plattform Zukunftsbudget stellt einen Schulterschluss zwischen allen von den Einsparungen Betroffenen dar, um ein gemeinsames Zeichen zu setzen”, 

* Kein Sparen bei der Familienbeihilfe!
* Kein Sparen bei der Pflege!
* Vorrang für Investitionen in Bildung und Soziales!

Für diese drei zentralen Forderungen der Plattform Zukunftsbudget wird am 27. November in Wien demonstriert. Treffpunkt 13 Uhr auf der Ringstraße, vor der Urania. Aktuelle Infos können unter http://zukunftsbudget.at/ online abgerufen werden, ebenso alle Organisationen, die sich aktuell an der Plattform beteiligen. Unterstützungsunterschriften per e-mail sind gefragt, mehr noch das Mobilisieren für und die Beteiligung an der Demo.

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD unterstützen – sie haben unmittelbar nach der Pressekonferenz den GÖD-Vorstand aufgefordert, der Plattform beizutreten und die KollegInnen zur Demo aufzurufen – angesichts der heute von der GÖD beklagten Kürzungen bei der aktuellen Dienstrechtsreform fast ein Muss …

Bericht: Reinhart Sellner, UGöd