Bundespersonalvertretungswahl 2014,
vorläufiges Ergebnis

Die GÖD wird bunter.
Unabhängige GewerkschafterInnen/UGÖD überspringen die 10%

  2009 2014  
ÖAAB/FCG 55,9 % 53,0 % -2,9
FSG 28,6 % 26,8 % -1,8
UGÖD 8,6 % 10,7 % +2,1
AUF 5,7 % 7,7 % +2,0
Sonstige   1,9 %  


Wir haben einiges geschafft, mit diesem Wahlergebnis.

Wir haben die GÖD um einiges bunter gemacht, es kommt Bewegung in unsere von Standes-, Landes- und Bundesparteiinteressen oft wie gelähmte Gewerkschaft. Wir haben uns und ich denk auch vielen KollegInnen gezeigt, dass PV und Gewerkschaft als parteiunabhängige Interessensvertretung der ArbeitnehmerInnen im öffentlichen Dienst und den ausgegliederten Betrieben Zukunft und eine menschenfreundliche Perspektive hat – für die jungen und die älteren KollegInnen, für Frauen und Männer, für Beamte, Vertragsbedienstete und Privatangestellte, aber auch für alle, die öffentliche Dienste brauchen.

Danke!

Danke allen KollegInnen, die sich als UG-KandidatInnen exponiert und ihren KollegInnen eine alternative bunte Wahlmöglichkeit geboten haben. Danke allen unseren WählerInnen. Nach diesen Wahlen können wir uns mit mehr Nachdruck für bessere Arbeitsbedingungen, notwendige zusätzliche Arbeitsplätze und die Reallöhne steigernde Gehaltsabschlüsse einsetzen, für die Aufhebung das Aufnahmestopps und für volle, unbefristete Anstellung. "Leere Kassen" sind für uns kein Argument gegen Reallohnerhöhungen, Neuaufnahmen oder notwendige Reformen. Wir wollen unsere KollegInnen nicht damit trösten, dass immer noch Schlimmeres verhindert werden konnte, wir wollen Verbesserungen und daher unsere Gewerkschaft zu Aktionen und die die Regierung zum Beenden der Einsparungspolitik auf Kosten der öffentlichen Dienste bewegen.

Gestern war Feierabend, morgen, übermorgen auch noch eine gute Zeit zum Feiern, dann geht´s wieder los:

Zur Sicherung der öffentlichen Dienste und der ArbeitnehmerInnenrechte der Beschäftigten im öffentlichen Dienst ist gewerkschaftliche Mobilisierung angesagt: für eine soziale Steuerstrukturreform und Vermögenssteuern, gemeinsam mit ÖGB und AK, zur Finanzierung aufgabengerechter Bundesbudgets für Bildung, Gesundheit und Kultur, für soziale und demokratische Verwaltung in einem modernen Wohlfahrts- und Rechtsstaat.

Glück auf für unsere solidarisch-frohmutige Personalvertretungs- und Gewerkschaftsarbeit!

Reinhart Sellner

Wien, 27.11.2014