· 

UGÖD-Café Demokratie

vom 1. 2. 2024, Moderation: Beatrix Neiss, Wahlkampfteam

Eine Hand wirft ein Kuvert in eine Wahlurne

Wir hatten diesmal tatsächlich eine richtige Premiere. Der Newsroom wurde mit dem UGÖD-Café nicht nur eröffnet, Andi Daniel, UGöD-Medienbeauftragter, war ein wunderbarer Gastgeber und führte die Anwesenden virtuell durch den realen Newsroom. Ein riesengroßes Dankeschön, es hat alles wunderbar funktioniert und wir sind nun bereit für eine Vielfalt von Themen, Diskussionen, Gesprächsrunden, Expert:innen Talks und UGÖD-Cafés für die Fachbereiche.

 

Das Thema „Demokratie“ wird das Leitthema der UGÖD in diesem Wahljahr sein und so waren sich alle Anwesenden bei diesem UGÖD-Café einig, dass es auch mit einem Slogan versehen werden soll, der für die jeweiligen Bereiche passt. Ob der Wahlkampfslogan für die UGÖD insgesamt auch wie die Überschrift zum UGÖD-Café sein wird, wird in den Gremien entschieden werden. Dazu rufen wir alle auf, Vorschläge zu tätigen bzw. auch über die „Speaker´s Corner“ einzureichen. Bestenfalls im 1. Halbjahr, also bis Juni 2024.

 

Es kam zu einer regen Diskussion bezüglich der Thematik, inwieweit die UGÖD bzw. die gewerkschaftliche Arbeit in den unterschiedlichen Arbeitsstellen zu den Wahlberechtigten durchdringen kann und womit die UGÖD als Dachmarke hier auch unterstützend aktiv werden sollte. Von Beate Neunteufel-Zechner, Österreichische Nationalbibliothek, kam der dringende Appell doch darauf zu achten, dass es einerseits Bedienstete gibt, die direkt mit Kund:innen Kontakt haben und so einen anderen Fokus benötigen, um für die UGÖD-Wahl und PV-Wahlen motiviert zu werden als Arbeitsstellen, die „am Paragraphen“, wie es Beate so wunderbar ausdrückte, arbeiteten.

 

Schließlich wird es vonnöten sein, hier eine gemeinsame Klammer zu finden, um top down und bottom up sinnvoll zu verbinden, damit die UGÖD-Ziele erreicht werden können. Die Ziele sind in jedem Fall, die Mandate zu halten bzw. weitere Mandate bei der Wahl im November von den anderen Fraktionen abzuwerben, weil die Frustrationsgrenzen bei den Wählerinnen und Wählern bereits weit überschritten wurden. Dazu gehört ein kritischer Geist, der wählen kann, der entscheidet, welche Fraktion sich „bedingungslos“, wie es Stefan Schön, Pressesprecher der UGöD, sagte, für die Arbeitnehmer:innen einsetzt – und das ohne Versorgervorteile oder anderer „Goodies“.

 

Wozu UGÖD überhaupt und wie unterscheiden wir uns von den anderen Fraktionen, die parteipolitischen Clubzwängen unterworfen sind, war die Frage, die einhellig damit beantwortet wurde, dass die UGÖD, laut Stefan, „DIE Interessensvertretung der Arbeitnehmer:innen“ darstellt. Problematisch sei es natürlich, mit den vorhandenen Ressourcen zu einer größeren Wählerschaft zu gelangen – die UGÖD setzt auf qualitative Einzelgespräche, wo tatsächlich individuell geholfen und unterstützt wird. Alle Anwesenden äußerten sich dahingehend, dass diese Vorgehensweise das Um und Auf einer professionellen Arbeit in den Arbeitsstellen ist, ungeachtet der Tatsache, dass die Problematiken unterschiedlich gewichtet seien.

 

Einmal betrifft es die Arbeitsstellenausstattung als solches, oft veraltet und nicht unbedingt arbeitnehmer:innenfreundlich und andererseits geht es in vielen Fällen, siehe AMS, einfach um Personal- und Zeitressourcen. Die Kolleg:innen stehen insgesamt unter enormen Druck, wodurch eine zusätzliche gewerkschaftliche Arbeit meistens keinen Platz in der einzelnen work-life-balance hat. Schließlich sind die Arbeitsstellen auch mit Personal- und Kostenkürzungen in den nächsten Jahren belastet, wodurch eine langfristige Laufbahnplanung, siehe im Außendienst, schwer mit der Familie zu vereinbaren ist. Der Schwerpunkt des Wahlkampfes sollte somit auch auf dem Thema Familie und Arbeit liegen, war ein Argument, das sich deutlich durch die Bereiche zog.

 

Es wird wohl die Kunst für den Wahlkampf sein, die Wähler:innen auf der einen Seite überhaupt zu erreichen, da, wie es vonseiten der Unis kam, siehe Christan Cenker, Uni Wien, viel zu wenig „Nachwuchs“ bei den Beamt:innen gibt. Auch Kandidat:innen für die Listen zu rekrutieren wird eine Herausforderung werden, da die reinen Beamt:innen „regelrecht aussterben“.

 

Die UGÖD, als aufstrebende gewerkschaftliche Kraft für die Arbeitnehmer:innen, sollte auch das Thema Sicherheit in der Laufbahnplanung und Flexibilität mitdenken – gerade im Wahlkampfjahr 2024 und darüber hinaus. Schließlich ist der Mut sowieso gegeben, in der Person der Betriebsräte und der Personalvertreter:innen, die mit voller Kraft tagtäglich für die Demokratie und für ihre Kolleg:innen arbeiten.

 

Es war eine sehr bunte Premierenvielfalt in unserem Newsroom und unsere UGöD-Vorsitzende Sabine Hammer wünschte dem Wahlkampfteam, den Listenvertreter:innen, den Bereichsverantwortlichen sowie allen Personalvertreter:innen und Betriebsrät:innen eine gelebte Demokratie mit der Wahl für mündige Arbeitnehmer:innen, also für die einzige Interessensvertretung, die bedingungslos dafür lebt und arbeitet: Die UGÖD.

 

Beatrix Neiss

Wahlkampfteam