Reinhart Sellner

Reinhart Sellner

Mitglied der Bundeskonferenz der GÖD (Gewerkschaft öffentlicher Dienst),

ehemaliger Vorsitzender der UGÖD

 

 

+43 / 676 / 3437 521
 reinhart.sellner@gmx.at

 




Livemitschnitt: Liedermacher Reinhart Sellner Live & Unplugged 2017
Livemitschnitt: Liedermacher Reinhart Sellner Live & Unplugged 2017

Lehrer und Liedermacher

 

Ich bin Jahrgang 1947, geboren und aufgewachsen in Wien. Das Lehramtsstudium absolvierte ich in Deutsch und Geschichte. Ich war bereits als parteiunabhängiger Studierenden-Vertreter in der Studienkommission aktiv, dann arbeitete ich von 1971-2012 als AHS-Lehrer, Personal- und Gewerkschaftsvertreter am BRG 18 Schopenhauerstraße in Wien. Daneben engagierte ich mich bei einem Gesamtschulversuch an einer integrierten Gesamtschule. Dazu unterrichtete ich 10 Jahre lang an der Wiener Hauptschule Spallartgasse. In meiner kargen Freizeit war ich als Liedermacher aktiv. Zahlreiche Einspielungen und jahrelange Bestplätze in kritischen Radiosendungen von „Musicbox“ bis „Ohne Maulkorb“ zeugen davon.

 


Timo Brunnbauer und Reinhart Sellner vor einem UG- Logo Gitarre spielend 2017
Timo Brunnbauer (links) und Reinhart Sellner (rechts) live 2017

Früh gewerkschaftspolitisch aktiv

 

Bildungs- und gewerkschaftspolitisch engagierte ich mich im Bund demokratischer Lehrer und im Gewerkschaftlichen Linksblock/GLB. Zur ersten parteiunabhängigen Kandidatur trat ich bei Personal-Vertretungswahlen auf Bundesebene (BDL-GLB) an.

 

Mitbegründer der UG

 

Als Heidi Pirchner und Erna Dittelbach die österreichischen Lehrertreffen organisierten, arbeitete ich auch hier tatkräftig mit. So wurde ich Mitbegründer der „Unabhängigen GewerkschafterInnen für mehr Demokratie in der GÖD“. Nach der Selbstauflösung des BDL war ich in der Österreichischen LehrerInneninitiative (ÖLI-UG) aktiv, und in der von Richard Koller, dem Betriebsratsvorsitzenden im ausgegliederten Bundesrechenzentrum, aufgebauten UGÖD.

 


ehemaliger Co-Vorsitzender der UGÖD

 

Nach Richards schwerer Erkrankung verteilten wir die Fraktionsarbeit untereinander. In der Bundesleitung trafen sich nun verschiedene UG-Gruppen, um ein noch besseres Netzwerk aufzubauen. Gemeinsam mit Beate Neunteufel-Zechner wurde ich von der Bundeskonferenz der UGÖD ins Vorsitzteam (eine Frau, ein Mann) gewählt und für den GÖD-Vorstand nominiert, zuletzt 2017.

 

Von 2006 bis Oktober 2018 war ich im Vorsitz der UGÖD tätig.

 

UGÖD endlich 3. Fraktion der GÖD

 

Nach einem mehrjährigen, bis zum OGH geführten Rechtsstreit mit der GÖD mussten wir schließlich von FCG und FSG als dritte Fraktion in der GÖD anerkannt werden. Wir erreichten bei den letzten Personalvertretungswahlen in der GÖD rund 7% der Stimmen, Tendenz steigend.


Dabei muss man allerdings beachten, dass wir bisher nur in einem Teil der Bundesvertretungen kandidierten. Und selbst hier wurde nur ein geringer Anteil der DienstnehmerInnen gewertet, nämlich entsprechend der Ergebnisse aus den Personalvertretungswahlen des Zentralausschusses und nicht aus den Betriebsratswahlen der ausgegliederten Betriebe! Dennoch, wir freuen uns über unser beständiges Wachsen als unabhängige Gewerkschaftsfraktion im öffentlichen Dienst.

 

Erfolgstendenz steigend

 

Seit 2015 haben wir viel erreicht: Ein Vorstandsmandat, die Vertretung im GÖD-Frauenausschuss, wir sind in einigen GÖD-Landesvorständen (OÖ, Salzburg, Steiermark, Tirol) offiziell anerkannt.


Nun können wir noch besser mitwirken, und wir haben auch mehr Fraktionsmittel, mit denen wir unsere Ideen durchsetzen können! Wir können damit unsere PersonalvertreterInnen und BetriebsrätInnen noch besser unterstützen. Und zwei HalbtagsmitarbeiterInnen unterstützen uns nun bei der Bewältigung der Bürotätigkeit vor und hinter den Kulissen.

 


Wer lange währt, darf endlich ruhen

 

Wir haben viel erreicht, und noch viel mehr vor! Doch ich bin nun 71 Jahre alt. Ich habe daher nach dem ÖGB-Kongress am 12. bis 14. Juni 2018 mein UGÖD-Mandat im GÖD-Vorstand und das damit verbundene Referat für gewerkschaftliche Weiterbildung weitergegeben, wie wir das bei der Bundeskonferenz und in der Bundesleitung besprochen haben.

Ich danke euch allen für viele Jahre solidarischer Zusammenarbeit — Glück auf!