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Kurs Ökonomie für unabhängige Gewerkschafter:innen

Eine Lupe liegt auf einem Blatt mit bunten Grafiken

Grundlagen der Ökonomie

 

Dieser zweiteilige Kurs bietet eine Einführung in die Ökonomie und in die elementare Wirtschaftsstatistik, wobei die Zielsetzung der praktische Einsatz des erworbenen Wissens in der gewerkschaftlichen Arbeit ist. Im Vordergrund steht hierbei die Beschreibung des wirtschaftlichen Geschehens und weniger die ökonomischen Theorien dazu.

 

Termin und Anmeldung:

 

Der Kurs wird gehalten von Alfred Stiglbauer, Ökonom und Betriebsrat in der
Oesterreichischen Nationalbank.


Der erste Teil des Kurses findet am Freitag, den 10. März (16 bis 19 Uhr) und am Samstag den 11. März 2023 (9.30 bis 17 Uhr) statt.


Der zweite Teil ist am Freitag, den 21. April (16 bis 19 Uhr) und am Samstag, den 22. April (9.30 bis 17 Uhr).


Anmeldungen und Rückfragen an raphael.haag@ug-oegb.at

 

1. Teil

Fr. 10. 3. und Sa. 11. 3. 2023

 

Im ersten Teil behandeln wir unter anderem folgende Themen: Worauf muss man achten, wenn man mit volkswirtschaftlichen Daten argumentiert? Was sind Bruttoinlandsprodukt und Lohnquote? Was versteht man unter Inflation und warum gibt es diese? Warum ist die kalte Progression? Wie errechnet man Realeinkommen? Warum gibt es Arbeitslosigkeit und warum existieren für Österreich zwei Arbeitslosenquoten? Was ist Arbeitsproduktivität und was hat es mit der sogenannten Benya-Formel auf sich? Warum entsteht ohne Wirtschaftswachstum Arbeitslosigkeit? Was ist der Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Einkommen und dem Medianeinkommen? Was ist der Gini-Koeffizient und welche Armutsindikatoren gibt es? Was ist der Unterschied zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Gender-Pay Gap? Und schließlich: Wo sind welche Daten zu finden?

 

 

2. Teil

Fr. 21. 4. und Sa. 22. 4. 2023

 

Im zweiten Teil wird der Bogen weiter gespannt und wir verwenden das Marktdiagramm für einfache Analysen von Vorgängen auf Märkten. Wir beschäftigen uns mit Monopolen, Oligopolen und Kartellen und klären, warum es sich dabei um Marktversagen handelt. Wir treffen die wichtige Unterscheidung zwischen Konjunktur und langfristigem Wirtschaftswachstum und gehen der Frage nach, inwieweit ein hohes Wachstum wünschenswert ist und inwieweit nicht. Weiters sehen wir uns zwei wichtige Akteure des Wirtschaftsgeschehens näher an: Erstens den Staat, der wichtige Aufgaben in der Wirtschaft hat. Inwieweit kann der Staat Schulden haben und muss er sie zurückzahlen? Zweitens das Eurosystem, das über die Höhe der Zinsen einen Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen ausübt. Mit den sogenannten externen Effekten und öffentlichen Gütern lernen wir weitere Fälle von Marktversagen kennen. Dazu gehören im weiteren Sinn auch makroökonomische Instabilität und ökonomische Ungleichheit. Darauf basierend wird gezeigt, wie der Neoliberalismus ein falsches Bild von Ökonomie zeichnet. Einige Ausführungen über die Beiträge prominenter Ökonom:innen runden den Kurs ab.