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ÖGB: 12h-Dauer-Demo vor dem Haus der Industrie

Gegen 12h-Arbeits-Tage! Für ein gutes Leben!

Bild: ÖGB, neinzum12stundentag.at
Bild: ÖGB, neinzum12stundentag.at

Bericht im Ö1-Mittagsjournal:
https://oe1.orf.at/player/20181012/529850/120539000

 

UGÖD-Forderung: Mehr Zeit für Familien

UGÖD-Forderung: Schutz für Angestellte und Ausgegliederte!

Arbeitsrecht-Forderung aus dem Jahre 1890 (!)



12h-Demo vor dem Haus der Industrie

 

Wir bleiben dabei: Das neue Arbeitszeitgesetz ist ein schlechtes Gesetz. Ein Diktat zugunsten der Arbeitgeber, ohne Verbesserung für ArbeitnehmerInnen. Die Entscheidung über die Freizeit der arbeitenden Menschen liegt in den Händen der Unternehmen. Immer mehr ArbeitnehmerInnen werden vom 12-Stunden-Tag betroffen sein. Deswegen halten die Gewerkschaften den Protest weiter aufrecht.

 

Wir wissen, wer die unmenschlichen Gesetze 'bestellte'.

 

12 Stunden lang protestierten VertreterInnen aller Gewerkschaften, BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen und JugendvertrauensrätInnen aus allen Branchen sowie Betroffene der Auswirkungen des 12-Stunden-Tag-Gesetzes vor dem 'Haus der Industrie'. Dort sitzt nämlich die Industriellenvereinigung (IV), und auf die hört die derzeitige Bundesregierung, wie ein Hund dem Herrchen.

 

Stunde um Stunde, Branche für Branche

 

Wir protestierten 12 Stunden lang lautstark - und zwar genau dort, wo die Besteller des 12-Stunden-Tag-Gesetzes sitzen: vor dem Haus der Industrie. Denn die Wirtschaft muss jetzt Branche für Branche die Auswirkungen abfedern, die das Gesetz auf Einkommen, Gesundheit und Freizeit der ArbeitnehmerInnen hat! Unser Ziel: ein gutes Leben für alle! Bei einer Konferenz haben sich alle KV-VerhandlerInnen auf die wichtigsten Punkte geeinigt: Planbarkeit, fair bezahlte Überstunden, gesichertes Mitspracherecht für Betriebsräte, mehr Urlaub, besserer Gesundheitsschutz.

 

Wir gingen dorthin, wo die Besteller des 12-Stunden-Tag-Gesetzes sitzen.

 

In einigen Branchen laufen die KV-Verhandlungen bereits. In allen anderen Branchen haben die Gewerkschaften ihr Gegenüber auf Arbeitgeberseite aufgefordert, bis spätestens 12. Oktober Termine für eine Sonder-KV-Runde zu vereinbaren. Die ArbeitnehmerInnen können nicht warten!

 

ÖGB-Mitgliedschaft hilft & schützt

 

Übrigens: Je mehr Gewerkschaftsmitglieder wir sind, desto besser können wir unsere Forderungen durchsetzen. Mehr Mitglieder bedeuten also bessere Arbeitsbedingungen in der jeweiligen Branche. Der wirksamste Protest gegen das 12-Stunden-Tag-Gesetz ist also, jetzt Mitglied zu werden! www.oegb.at/mitgliedwerden

 

Mit gewerkschaftlichen Grüßen

 

Wolfgang Katzian

ÖGB-Präsident

 

 

Mehr Infos:
https://www.oegb.at/cms/S06/S06_0.a/1342597647918/home/stunde-um-stunde-branche-fuer-branche

 

NEIN zu 12 Stunden Rahmenarbeitszeit:

UGÖD: Gegen den 12-Stunden-Arbeitstag

Wir erklären, warum das neue Arbeitszeitgesetz zuerst die Ärmsten trifft.

Zum Video...

 



Pressetext der UGÖD:

12. Oktober 2018

12-Stunden-Protest der ÖGB-Gewerkschaften gegen Arbeitszeitverlängerung, gegen die wahren Auftraggeber und Nutznießer der schwarz-blauen Regierungspolitik

 

Unabhängige GewerkschafterInnen in der GÖD (UGÖD) rufen zur 12-Stunden-Kundgebung des ÖGB vor dem Haus der Industrie auf und erwarten solidarische Unterstützung der ÖGB-Aktion durch die Gewerkschaft öffentlicher Dienst.

 

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen laden den GÖD-Vorsitzenden und die KollegInnen des GÖD-Präsidiums ausdrücklich zur Teilnahme an der ÖGB-Protestaktion gegen die wirtschaftlich mächtigen Auftraggeber der Arbeitszeiterhöhung ein und erwarten die Mobilisierung der GÖD-Mitglieder zur ÖGB-Aktion „GEGEN den 12-Stundentag – FÜR ein gutes Leben!” am 12. Oktober 2018, 9 -21 Uhr, vor der Industriellenvereinigung, 1030 Schwarzenbergplatz 4.

 

Die Solidarität von Arbeitern, Angestellten und öffentlich Bediensteten ist unsere Stärke

 

Beate Neunteufel-Zechner und Manfred Walter begründen den Vorstoß der Unabhängigen in der GÖD: „Nicht nur Arbeiter- und Angestellte, sondern auch öffentliche Bedienstete sind vom schwarz-blauen Arbeitszeitgesetz betroffen.“ Wie alle anderen Branchen der Privatwirtschaft stehen nun auch die ausgegliederte Betriebe des Bundes und der Länder vor Kollektivvertragsverhandlungen. Es geht um die Abwehr der von der Industriellenvereinigung in Auftrag gegebenen Arbeitszeitverlängerung, gegen damit verbundene Mehrbelastungen der KollegInnen und um das Mitspracherecht der Betriebsräte bei Betriebsvereinbarungen und der Gewerkschaften bei Kollektivverträgen.

 

„BeamtInnen und Vertragsbediensteten werden nicht länger verschont bleiben, auch wenn ihre Arbeitszeit, Zuschläge und Einkommen nicht durch Kollektivverträge, sondern durch Gesetze geregelt sind“, ergänzt Sellner, „Dienst- und Besoldungsrecht sind kein Schutz vor Verschlechterungen, denn sie werden laufend überarbeitet, und zwar im Rahmen bestehender Arbeitszeit- und Arbeitsruhegesetze.“ In der Tat haben die ÖVP-FPÖ-Regierung und ihre Abgeordneten im Parlament die Arbeitszeitgesetze im Eiltempo umgeschrieben, ohne reguläres Begutachtungsverfahren und ohne Verhandlungen mit ÖGB und AK. Seit 1. September 2018 sind diese einseitigen Bestimmungen in Kraft - zum Vorteil von profitorientierter Unternehmen, zum Nachteil der ArbeitnehmerInnen, ihrer Gesundheit, ihrer Mitbestimmungsrechte und ihrer Lebensqualität.

 

 

Reinhart Sellner, GÖD-Vorstandsmitglied
Beate Neunteufel-Zechner und Manfred Walter, UGÖD-Vorsitzende

 


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