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UGöD fordert: Investition in Bildung statt zukunftsblinder Budgetkürzung!

Syrischer Schuljunge - Bild in der Hälfte zerrissen
Halbes Budget, halbes Personal, volle Leistung?

Regierung kürzt bei den Schwächsten

 

Die Fördermittel von 80 Millionen aus dem sogenannten Integrationstopf sollen mit 31. Dezember 2018 auslaufen, im leicht angehobenen Bildungsbudget sind nur mehr 40 Millionen Euro für Integration vorgesehen.

 

Statt der 850 FörderlehrerInnen, statt zusätzlicher PsychologInnen, SchulsozialarbeiterInnen und mobiler interkultureller Teams sind nur mehr 440 LehrerInnen für von ÖVP und FPÖ forcierter und angeblich kostensenkende Deutsch-Sonderklassen vorgesehen. Das bedeutet Separation statt Integration.


FPÖVP: Frontalunterricht statt Team-Teaching

 

Team-Teaching wird generell in Frage gestellt und zum Einsparungspotential erklärt.  Betroffen sind vor allem die "Pflichtschulen": Volksschulen, Neue Mittelschulen und Polytechnische Schulen. Diese Kürzungen im Bildungsbereich und das Ende Februar angekündigte Streichen von Integrations-Projekten im AMS-Bereich treffen sozial Schwache, Arbeitsuchende, MigrantInnen, Flüchtlinge, darunter vor allen anderen Frauen und ihre Kinder.

 

Integration als Aufgabe der LehrerInnen aller Schultypen

 

Die KollegInnen der Neuen Mittelschulen/NMS, Volksschulen/VS und Polytechnischen Schulen/PTS und ihre SchülerInnen werden von dem im Budget 2019/20 eingeplanten Auslaufen von Integrationsmaßnahmen massiv getroffen. Sie brauchen die Solidarität aller LehrerInnen, auch die der Bundes-LehrerInnen an AHS und BMHS.

 

Denn in städtischen Ballungsräumen besuchen 50 % der 10- bis 14-jährigen die Pflichtschule NMS. Doch nur die NMS sind zur Integration und zur Förderung auch der Kinder aus wirtschaftlich schwachen Familien verpflichtet. NMS fördern Kinder unabhängig von Herkunft und sozialem Status der Eltern. Sie können sich - anders als die AHS – ihre SchülerInnen nicht aussuchen.

 

UGÖD: Integration braucht Vielfalt statt Sonderklassen für Außenseiter

 

Soziale Integration und Förderung der schulpflichtigen 10-bis 14-Jährigen ist kein Spezialproblem der NMS, sondern gemeinsame Aufgabe von NMS und AHS-Unterstufen. Der Gesetzgeber hat es aber im Schulreformgesetz 2017 versäumt, AHS-Unterstufen auch als Pflichtschulen einzurichten.

 

Der „Integrationstopf“ ermöglichte die Anstellung von Unterstützungspersonal an Volksschulen, NMS und AHS, BMHS (Berufsbildende mittlere und höhere Schulen) und BS (Berufsbildende Pflichtschulen), die Anstellung von Fachkräften für Spracherwerb und Integration, von PsychologInnen und SozialarbeiterInnen. Die Unabhängigen GewerkschafterInnen/UGöD und die Österreichischen LehrerInneninitiativen/ÖLI-UG fordern seine Übernahme ins Regelbudget. Wir brauchen dieses Unterstützungspersonal an den Schulen!

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Bildung = Zukunft

 

Investitionen in Bildung rechnen sich: Durch verbesserte Bildungschancen werden demokratische Teilhabe und ein gleichberechtigtes Zusammenleben erst möglich. 

 

Gemeinsam mit ÖGB, AK, Caritas und Diakonie fordern wir die Bundesregierung auf, in Bildung zu investieren, in die Zukunft all jener Menschen, die in Österreich leben und arbeiten.

 

 

Beate Neunteufel-Zechner,

Reinhart Sellner

 

Vorsitzende der

Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD