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Die UGÖD Bundeskonferenz 2026

Demokratie. Gehört. Gelebt. Solidarität als Gegenmacht zur Konkurrenzgesellschaft

Eine Torte mit der Aufschrift: 10 Jahre UGÖD in der GÖD

Das Fazit gleich vorweg:

 

Selten hat sich die Welt in den letzten Jahrzehnten so rasant verändert, wie seit 2020 durch Pandemie, Kriegshandlungen in und mit Auswirkungen für Europa, Naturgefahren, Wirtschaftskrisen und einer Reihe von nachteiligen Entwicklungen für Arbeitnehmer:innen. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten spielen Gewerkschaften eine zentrale Rolle in der Wahrung der Arbeitnehmer:inneninteressen. Speziell gewerkschaftlich organisierte Personen wollen in dieser Zeit nicht länger Zaungäste wirtschaftlicher und gesellschaftspolitischer Herausforderungen und Neuentwicklungen sein, sondern fordern zu Recht umfängliche Information und Beteiligung am Geschehen ein. Wir wollen mit Entscheidungsträger:innen und Playern im Berufsleben besser vernetzt sein und fordern daher mehr Transparenz und Mitbestimmung in der Gewerkschaft. Auch in diesem politischen Kontext ist der Schutz demokratischer Grundwerte das Gebot der Stunde.

 

So lassen sich die Eckpfeiler der gewerkschaftlichen Arbeit der „Unabhängigen“ in der GÖD charakterisieren.

 

 

Dazu einige Details:

 

Ganz oben auf der Innovationsskala findet sich der Wunsch nach Aus- und Weiterbildung, nicht nur für gewerkschaftliche Grundkenntnisse, sondern auch und vor allem nach Vermittlung von Fachkompetenz für digitales, wirtschaftliches, kommunikatives, strategisches, medienwirksames, psychologisches und demokratieförderndes Know-how. Der dringende Wunsch nach (Weiter)bildung manifestiert sich gerade deshalb in unserer Gewerkschaftsfraktion, um die Fähigkeit zu eigenständigem Denken und Handeln als Korrektur zur Konkurrenzgesellschaft und Manipulation zu stärken.

 

All dies führt direkt zur Forderung nach Demokratisierung innergewerkschaftlicher Strukturen, aber auch gesamtgesellschaftlich, weil von demokratischer Teilhabe die Bereitschaft zu Solidarität und Konsensfähigkeit abhängen und der Politikverdrossenheit und dem Erodieren des Wohlstandsversprechens entgegengewirkt werden muss. Auch heikle Themen müssen aufgegriffen werden: Das Thema Mobbing darf nicht verdrängt oder bagatellisiert werden. Unsere Kolleg:innen vom BMLV haben hier teils erschütternde Beispiele aus der Praxis geliefert und Lösungsvorschläge für die Unterstützung von Opfern unterbreitet.

 

 

Was wir tun wollen:

 

Kräfte bündeln, Expertise aus den eigenen Reihen verstärkt einsetzen, Vernetzungen mit dem Dachverband der UG (Unabhängigen GewerkschafterInnen) bzw. dem ÖGB intensivieren, ebenso mit der Arbeiterkammer, die Anliegen der „Bildungsinternationale“ unterstützen, Thinktanks bilden, z. B. zum Themenfeld „Arbeit neu denken“ und KI, etc. Wichtig in diesem Zusammenhang: Wir wollen die Schulungsangebote der GÖD ergänzen und erweitern und nicht konkurrierend auftreten. Bei allen Aktivitäten muss als Richtschnur daran gedacht werden, ausnahmslos alle Personalvertreter:innen mit zielführenden, umfassenden Informationen zu versorgen: Die UGÖD soll sich stärker als bisher mit einem kompetenten Expert:innen-Pool präsentieren. Die Gruppe der Bundesvertretung der Pensionist:innen lieferte ein eindrückliches Beispiel für die Wichtigkeit korrekter Hinweise und Informationen zum  schwer durchschaubaren Dickicht pensionsrechtlicher Regelung samt gesellschaftspolitischer Bewertung.

 

 

Was wir unterstützend brauchen:

 

Professionelle Medienarbeit mit zeitgemäßen Tools, damit wir alle Branchenvertreter:innen und alle Altersgruppen erreichen. Der Einsatz der Mittel muss intensiviert werden, angemessener Einsatz von Social Media, der Einrichtung des „UGÖD Cafes“ und des Newsletters. Auch hier gilt: Es braucht Schulungen, auch von externer Seite.

 

Die Bundeskonferenz hat ein beeindruckendes Bild unserer Anliegen und unseres Einsatzes geliefert. Das muss jetzt bis in die hintersten Winkel und Ecken verbreitet werden!

 

 

 

Sabine Hammer und Ingo Hackl
Vorsitzende der UGÖD

 

 

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