Breites Bündnis fordert: Regierung muss Personalnot im Care Bereich rasch lösen
Schwerpunktwoche „Personalnot ist lösbar“ startet:
Die Woche vom 12. bis 15. Mai steht ganz im Zeichen der Initiative „Personalnot ist lösbar“. Das gleichnamige Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, kirchlichen Initiativen und Interessensvertretungen, auch aus dem gewerkschaftlichen Bereich, macht mit einer Schwerpunktwoche auf die dramatische Personalnot im Care-Bereich, insbesondere in Pflege, Elementarbildung, Sozialer Arbeit und Inklusion aufmerksam – und zeigt zugleich konkrete Lösungen auf.
Dem Bündnis gehören an: Treffpunkt Pflegepersonal der Diözese Linz, Attac Österreich, AUGE Wien, FAIRSorgen!, Katholische Frauenbewegung Österreich, NeBÖ – Netzwerk Elementare Bildung Österreich, Projekt Pflegestützpunkt, Interessensgemeinschaft Social/GPA, Team mensch&arbeit (KAB Oberösterreich) sowie Inklusion Österreich.
„Die Personalnot ist kein Naturgesetz, sondern Ergebnis politischer Entscheidungen. Gute Versorgung für alle ist möglich – wenn die Bundesregierung endlich konsequent handelt“, betont das
Bündnis.
Drei Videos zu konkreten Lösungsansätzen
Im Rahmen der Schwerpunktwoche veröffentlicht das Bündnis drei Kurzvideos zu zentralen Care-Bereichen:
- 12. Mai – Internationaler Tag der Pflege: „Personalnot ist lösbar in der Pflege“
- 13. Mai: „Personalnot ist lösbar in der Elementarbildung“
- 15. Mai: „Personalnot ist lösbar in der Sozialen Arbeit und Inklusion“
Die Videos machen die Dringlichkeit der Situation sichtbar und fordern zum Handeln auf.
Bessere Arbeitsbedingungen, mehr Personal, ausreichende öffentliche Finanzierung und echte Mitbestimmung können die Situation nachhaltig verbessern.
Aufruf an die Bundesregierung
Begleitend zur Schwerpunktwoche ruft das Bündnis die Bevölkerung dazu auf, sich direkt an die Mitglieder der Bundesregierung zu wenden und politische Maßnahmen gegen die Personalnot einzufordern.
„Jede und jeder von uns ist irgendwann auf Pflege, Betreuung, Bildung oder soziale Unterstützung angewiesen. Die Frage ist nicht ob – sondern ob jemand da ist, wenn wir Unterstützung brauchen“,
heißt es im gemeinsamen Aufruf.
Das Bündnis fordert konkret:
Im Bereich der Pflege:
- Investitionen in bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege: weniger Bürokratie, mehr Zeit für Menschen sowie wirksame Gesundheitsförderung für längeren Verbleib im Berufsleben;
- Mehr Personal, insbesondere im Nachtdienst sowie das Ende von Einzeldiensten;
- Gerechte Bezahlung in der Pflege: Absicherung des Pflegebonus und Angleichung der Bezahlung der Langzeitpflege an den Akutbereich.
Im Bereich der Elementarpädagogik:
- Arbeitsbedingungen, die sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren – insbesondere durch deutlich kleinere Gruppen, eine bessere Relation von Pädagog*innen zu Kindern sowie multiprofessionelle Teams,
- einen qualitativ hochwertigen Kindergartenplatz für alle Kinder im Sinne der Inklusion.
Im Bereich der Sozialen Arbeit und Inklusion:
- stabile Finanzierung und ausreichend Personal in der Sozialen Arbeit und Inklusion in allen Lebensbereichen;
- ein inklusives Schulsystem und einen Rechtsanspruch auf inklusive Bildung während der gesamten Pflichtschulzeit – ohne Sondergenehmigungen,
- die Stärkung der sozialen Arbeit durch bessere Rahmenbedingungen und mehr Personal.




